"Aber dennoch nicht verzagen,
überstehn.
Leben heißt Brücken schlagen
über Ströme, die vergehn."
(K. Wecker)

Diese Passage aus dem Programm eines deutschen Liedermachers wurde zum Leitbild unserer täglichen Arbeit. Jeder Tag verlangt, Brücken zu schlagen. Brücken zwischen Kulturen, Weltanschauungen, Persönlichkeiten, Einstellungen und Haltungen.

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch das Recht auf soziales Zusammenleben, existentielle Sicherheit und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit hat. Auf der Basis einer verlässlichen Beziehungsarbeit wird die Entwicklung des/r zu Betreuenden dahingehend gestützt, begleitet und gefördert.

Die pädagogische Betreuung versteht sich als Begleitung und orientiert sich an den individuellen Ressourcen des/r Betreuten. Dabei respektieren wir die Menschen in ihren eigenen Möglichkeiten, gerade auch da, wo sie sich in Schwierigkeiten und unkonventionellem Denken und Verhalten zeigen. Flexible, auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete Hilfen sind deshalb unverzichtbar.

Die wichtigste Voraussetzung in dieser Betreuung ist die Vertrauensbasis zwischen den Betreuten und der pädagogischen Bezugsperson.

Die Unterstützung ist darauf angelegt, sich am betreuten Menschen zu orientieren, d. h. die Betreuungsperson versteht sich als parteilicher Moderator zwischen dem Klienten und den sozialen und gesellschaftlichen Ansprüchen, die an ihn gestellt werden und ihm Lösungen abverlangen. Bei diesem Prozess geht es um lebenspraktische, sozialpädagogische und kommunikative Hilfen, die weder Verantwortung abnehmen noch überfordern sollen, sondern immer wieder ausgehandelt, überprüft und neu vereinbart werden.